Sie wirken nach – manchmal über lange Zeit – und zeigen sich in Unsicherheit, innerer Anspannung, Überforderung oder dem Gefühl, nicht richtig zur Ruhe zu kommen.
Frühe Erfahrungen rund um Schwangerschaft und Geburt, belastende Erlebnisse in der Kindheit oder besondere familiäre Konstellationen wie das Leben in einer Pflege- oder Adoptivfamilie.
In meiner Praxis begleite ich Menschen in solchen Lebenssituationen dabei, ihre Erfahrungen behutsam zu betrachten, einzuordnen und neue Sicherheit zu entwickeln – im eigenen Tempo und mit dem, was gerade möglich ist.
Der Beginn eines Lebens ist eine besonders sensible Zeit – für ein Kind ebenso wie für seine Eltern.
Wenn Schwangerschaft, Geburt oder die erste Zeit danach belastend verlaufen, kann dies Spuren hinterlassen. Manche Situationen sind mit intensiver Überforderung verbunden – etwa wenn unter der Geburt eigene Grenzen überschritten werden, Entscheidungen sehr schnell getroffen werden müssen oder Angst und Kontrollverlust erlebt werden. Auch unerwartete medizinische Eingriffe, eine sehr schnelle oder als überwältigend erlebte Geburt oder das Gefühl, in wichtigen Momenten nicht ausreichend gesehen oder gehört zu werden, können solche Erfahrungen prägen.
Manche Eltern stellen erst später fest, dass eine Erfahrung während Schwangerschaft oder Geburt sie stärker belastet hat, als ihnen zunächst bewusst war – auch dann, wenn von außen vielleicht gesagt wird: „Hauptsache, das Kind ist gesund.“
Solche Erfahrungen können auch die erste Zeit der Beziehung zwischen Eltern und Kind beeinflussen – besonders dann, wenn Stress, Erschöpfung oder anhaltende Anspannung noch lange nach der Geburt spürbar sind.
Manche Eltern berichten von gewaltvollen oder traumatischen Erfahrungen unter der Geburt. Dass diese Erfahrungen heute stärker benannt und öffentlich diskutiert werden, ist unter anderem der Arbeit von Motherhood e.V. zu verdanken.
In meiner Praxis begleite ich Eltern und ihre Kinder dabei, diese Erfahrungen behutsam zu betrachten und zu verarbeiten.
Wenn ein Baby über längere Zeit viel weint und schwer zur Ruhe findet („Schreibaby“), kann eine therapeutische Begleitung ebenfalls hilfreich sein. Fachlich spricht man in solchen Situationen von Regulationsstörungen im Säuglingsalter.
Wenn Sie sich in diesen Beschreibungen wiederfinden und das Gefühl haben, dass ein Gespräch für Sie hilfreich sein könnte, lassen Sie uns gemeinsam schauen, welcher nächste Schritt für Sie passend ist.